~*Jungs zum Anbeißen*~

Gast
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Vielleicht kommt vielen das etwas komisch vor und deshalb sage ich mal schnell etwas dazu:

Also es gibt ein Buch, dass heißt >>Jungs zum Anbeißen<< und ist echt
ober-mega-titten-affen-geil, okay? ^^
Und da ich gerade so viel Lust zum Schreiben habe,
dachte ich, ich wandle es ein bisschen um.
Und zwar Jonas Brothers mäßig xD

WIe gesagt, am Anfang ist es ein bisschen komisch aber das Buch ist echt toll!

Ich kann es nur empfehlen^^

Hoffe ihr schaut trotzdem mal rein =D

Ganz Liebe Grüße
xXMusikXx

Postscriptum: Kommis oder Kritik sind natürlich auch erwünscht^^

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Prolog – Sunshine und Rayne

Eine Woche vor dem Schulball von einem Vampir gebissen zu werden, das nervt, ich kann es dir sagen. Wie du es auch drehst und wendest: Es nervt heftig.
Also gut. Es würde bestimm in jeder anderen Woche genauso nerven. Am Fototag in der Schule zum Beispiel, da willst du doch nicht mit zwei Löchern im Hals rumlaufen – da, wo andere einen Knutschfleck haben. Ostern wäre auch ein Hammer – stell dir vor, du müsstest deiner Mum erklären, dass du nicht am Frühgottesdienst teilnehmen kannst, weil du, naja, gegen die Sonne allergisch bist. Oder Weihnachten. Klar, du hättest die Chance, dem Weihnachtsmann über den Weg zu laufen. Und könntest du dem Drang widerstehen, dir an seiner schnuckeligen Halsschlagader einen kleinen Imbiss einzuverleiben?
Je länger ich darüber nachdenke: Es gibt anscheinend gar keinen guten Zeitpunkt, sich von einem Vampir beißen zu lassen. Aber du wirst mich schon verstehen. Vor drei Stunden, fünfundzwanzig Minuten und drei Stunden hat JOE JONAS mich zum Schulball eingeladen! Ich meine JOE JONAS, Leute! Der schärfste Typ an der Oakridge High School. Der Mädchenschwarm Nummer eins mit seelenvollen dunkelbraunen Augen und einem Körper, bei dem einem der Sabber aus dem Mund läuft. Der Typ, der in jeder Schulaufführung die Hauptrolle spielt. Jedes Mädchen, das ich kenne, ist offiziell in ihn verliebt – sogar Mary Markson, und die ist praktisch mit ihrem Freund Kevin verheiratet.
Aber wen bitte, frag ich dich, hat der besagte Traumtyp zum Ball der Abschlussklasse eingeladen? Ah ja, niemand anderen als moi. Mal im Ernst, wenn du mich vor drei Stunden, fünfundzwanzig Minuten und VIERunddreißig Sekunden gefragt hättest, ob Joe Jonas auch nur meinen Namen kennt, hätte ich meinen iPod darauf verwettet, dass er keinen Schimmer hat. (Und es ist ein verdammtes Glück, dass ich diese Wette nicht abgeschlossen habe, denn ein Tag ohne Musik-Gigs auf Tastendruck ist wie ein Tag ohne Sonnenschein.)
Jetzt schnallst du also auch, dass es absolut oberätzend ist – schlimmer, als ich es mit Worten beschreiben könnte -, eine Woche vor dem großen Ereignis langsam zu einem Vampir zu mutieren.
Aber ich greife mir vor. Da du keinen Schimmer hast, wer ich bin, kümmert dich meine unmittelbar bevorstehende Verwandlung in ein Geschöpf der Nacht wahrscheinlich herzlich wenig. (Mum sagt immer, ich hätte die schlechtesten Manieren unter Gottes Sonne, also entschuldige ich mich schon mal im Voraus für alle weiteren Versäumnisse.)
Also erst mal Genaueres zu meiner Person. Ich heiße Sunshine McDonald. Ja, Sunshine, und wenn du das schon blöd findest, was wirst du dann erst sagen, wenn ich dir Rayne vorstelle, meine eineiige Zwillingsschwester? Ich weiß, ich weiß, Sunshine und Rayne – da wird einem schon ein bisschen übel, wie? Also, die Schuld daran kannst du unseren grausamen Exhippie-Eltern geben, die (hallo?!) in der Disco-Ära aufgewachsen sind und im Studio 54 hätten rumhängen und die Nächte durchtanzen sollen, statt in der Genossenschaft >>Ernte<< Tofu zu kochen. Aber leider haben sie das nicht. Frieden, Liebe und blödsinnige Babynamen waren den beiden wichtiger als heißte Rhythmen und Glitter – und Goldkram.
Allerdings macht Dad neuerdings vermutlich in einem heißen roten Sportwagen Vegas unsicher und reißt sich dort scharfe Bräute auf. Er hat Mum vor ungefähr vier Jahren verlassen, um >>sich selbst zu finden<< und seither ist er verschollen. Wir bekommen gelegentlich schulgepeinigte, Vergebung heischende Geburtstagskarten mit einem frischen Fünfzigdollarschein als Beilage und das wars dann. Ich vermisse ihn manchmal, aber was ändert das schon?
Wie dem auch sei, zurück zu mir. Ich bin sechszehn Jahre alt, Eins fünfundsechzig groß, durchschnittliches Gewicht, schmutzig blondes Haar und schlammbraune Augen, die ich eines Tages hinter blauen Kontaktlinsen verstecken werde. Und eine Milliarde kleiner Sommersprossen, die nicht blasser werden, ganz egal wie viele Zitronen ich darüber ausquetsche. Mum sagt, ich hätte die Sommersprossen von Dads irischer Seite der Familie. Dad sagt, ich hätte sie von Mums schottischen Vorfahren. Aber so oder so, Rayne und ich sind im Mutterleib von der bösen Gen-Fee verflucht worden und können nichts dagegen machen.
In der Schule schlage ich mich ganz gut – im Allgemeinen stehe ich zwischen eins und zwei. Ich mag Englisch. Hasse Mathe. Möchte Journalistin werden, wenn ich >>groß<< bin. Ich spiele Feldhockey in unserer Auswahlmannschafft und habe zweimal für die Schulaufführung vorgesprochen, hauptsächlich um in die Nähe von Joe Jonas zu kommen. Aber zwei Mal bin ich dabei nur Heather Millers Reservebesetzung geworden und diese blöde Kuh ist niemals krank. Sie hat den Großen Preis für >>zwei Jahre ohne Fehlen wegen Krankheit<< gewonnen, damit du weißt, wovon ich rede. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat sie außerdem große Brüste und wirft sich Joe Tag für Tag an den Hals.
Aber wie dem auch sei, diese ganze Vampirgeschichte interessiert dich wahrscheinlich viel mehr als Heather Millers Oberkörper. (Obwohl du ihn wirklich mal sehen solltest – sie sieht aus wie die blödsinnige Pamela Anderson!) Im Grunde genommen hat der ganze Ärger abgefangen, als Rayne beschloss, mich in einen Gothclub zu schleppen.
Also, nur der Vollständigkeit halber, ich stehe ÜBERHAUPT nicht auf Goth Music oder diese ganze Szene. Nicht dass ich ein Britneyfan wäre. Du liegst eher richtig, wenn du an den Norah-Jones- oder Liz-Phair-Typ denkst. Rayne dagegen ist eine ausgewachsene Gothbraut. Wenn ich sie jemals etwas anderes als Schwarz tragen sähe, würde ich vor Schreck und Ehrfurcht wahrscheinlich aus den Latschen kippen. Sie lässt sich von dieser bizarren Musik berieseln, die man nie im Radio hört und liebt düstere, verdrehte Filme, die nicht den geringsten Sinn ergeben. Sie hat zum Beispiel fünfzigmal Donnie Darko gesehen und kann siebzehn Buffy-Episoden auswendig hersagen. Wenn ein neues Buch von Anne Rice erscheint, campiert sie über Nacht vor der Buchhandlung, um es am nächsten Tag als Erste kaufen zu können. (Obwohl es mehr als genug von diesen kranken Büchern für alle gibt, glaub mir.)
Jedenfalls vor zwei Tagen erzählt Rayne mir, sie hätte on den Newbury Comics so einen Flyer für einen Gothicclub (für Jung und Alt) in Nashua in New Hampshire gesehen – ungefähr zwanzig Minuten von unserem Wohnort entfernt, an der Grenze nach Massachusetts. Er heißt – ist das noch zu fassen - >>Club Fang<<. Fang heißt Reißzahn. Das dürfte ja wohl der bekloppteste Name auf dem Planeten sein. Rayne dagegen ist so aus dem Häuschen, das ich fast damit rechne, sie wird sich in die Hosen machen. (Oder um genau zu sein, in ihren langen schwarzen Rock – das Mädchen würde sich nicht mal tot in Hosen blicken lassen.) Und da och sie, wie sie mir ins Gedächtnis gerufen hat, seit ihrer Geburt kenne, ist es offenkundig meine zwillingsschwesterliche Pflicht, jedwede Sonntagsabendpläne, die ich vielleicht hegen könnte, aufzugeben, um sie zu begleiten, da all ihre Freunde viel zu tun haben.
Ich Glückspilz.

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Goth me up – Bay-Bee

„Nenn mir einen Grund, warum ich heute Abend mitgehen sollte.“
Es ist Sonntagnachmittag, fünf Uhr, und ich versuche verzweifelt, irgendwie aus diesem großen Club-Fang-Event rauszukommen, das meine Schwester für uns geplant hat. Allerdings habe ich nicht viel Hoffnung. Schließlich ist es eine unumstößliche Tatsache, dass Rayne bekommt, was Rayne will. Punkt. Aus. Ende.
Rayne rollt sich auf ihrem Himmelbett herum, stützt den Kopf auf die Ellenbogen und schmollt mich gekonnt an.
„Hör auf zu jammern. Es wird ein irrer Spaß werden, das weißt du. Außerdem bin ich mit dir in das Konzert von Dave Mathews gegangen und du kannst dir nicht vorstellen, wie qualvoll das für mich war. Meine Ohren haben sich immer noch nicht davon erholt.“
Mein theatralisches Ebenbild reibt sich mit zwei Fingern die Ohrläppchen, als täten sie ihr immer noch weh. Oh Jammer. „Na egal.“ Ich versetze ihr einen spielerischen Stoß und sie lässt sich auf die Matratze fallen. „Als wäre es eine Zumutung, diese traumhafte Stimme zu hören.“
„Eine Zumutung, nein. Eine grausame und ungewöhnliche Strafe, schlimmer als der Tod? Jetzt wird es langsam wärmer.“ Rayne springt vom Bett auf und stürzt Schnurstraks auf ihren Schrank zu. „Also, du kommst mit. Die Sache ist entschieden.“ Sie durchstöbert mit konzentrierter Miene die Kleider. Jetzt müssen wir dir nur noch etwas zum Anziehen raussuchen.“
„Oh nein, das wirst du nicht!“, heule ich auf. „Selbst wenn ich gezwungenermaßen mit in diesem blöden Club gehe – ich werde mich auf gar keinen Fall von dir auf Gothic trimmen lassen. Was ich anhabe ist total okay.“ Ich stehe auf und stolziere in meiner bewährten Standartkombi – Tanktop, Jeans und Flipflops - durch den Raum.
Rayne sieht mich genau eine Sekunde lang an – lange genug, um mich von Kopf bis Fuß zu mustern und die Augen zu verdrehen -, dann wendet sie sich wieder ihrem Schrank zu. Sie zieht einen langen schwarzen Rock und einen schwarzen Pulli heraus.
„Ich gehe ganz bestimmt nicht in einem Pulli in eine Disco“, protestiere ich. „Ich werde mich zu Tode schwitzen!“
„In Ordnung. Meine Güte. Es war doch bloß eine Idee.“ Sie stopft das Ganze wieder in den überquellenden Schrank zurück und tauscht es gegen ein schwarzes (so eine Überraschung) Tanktop. Obwohl ich im Normalfall absolut der Tanktop-Typ bin, müssen sie für mich nicht unbedingt aus Lack sein.
„Vergiss es.“ Ich schüttele den Kopf. „Die Leute werden denken, ich stehe auf SM und versuchen mich auszupeitschen oder mich mit Handschellen auf der Bühne anzuketten.“
Rayne stößt daraufhin ihren patentierten Frustseufzer aus, hängt das Bondage-Outfit aber glücklicherweise in den Schrank zurück. Während ich mich aufs Bett setze und mich frage, ob ich mir überhaupt Sorgen machen sollte, dass meine Zwillingsschwester so etwas überhaupt besitzt.
„Wie wärs damit?“, fragt sie. Sie zieht ein wirklich süßes Top mit Spaghettiträgern heraus, auf dem vorne die Worte Fashion Victim geschrieben stehen. „Das scheint mir ziemlich passend zu sein.“
Ich werfe ein Kissen nach ihr.
„Ist natürlich pure Ironie“, räumt sie mit einem Kichern ein. „Oh, das würde selbstverständlich auch infrage kommen. „Sie tauscht das Top gegen ein anderes ein – ein pinkfarbenes mit weißer Aufschrift: Beiß mich!
„Wo hast du das denn her?“, frage ich neugierig. „Auf so was stehst du doch eigentlich gar nicht. Es ist nicht mal schwarz.“ Sie zuckt die Achseln. „Irgendein Vampir hat es mir vor einer Weile mal geborgt. Ich vergesse dauernd, es zurückzugeben.“
„Ein Vampir?“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch. Ich wusste zwar, dass Rayne mit etwas ungewöhnlichen Leuten abhängt, aber mir war nicht klar, dass diese Typen sich für Geschöpfe der Nacht halten. „Tauschen wir jetzt Klamotten mit den Untoten?“ Ich nehme an, das würde all das schwarze Zeug erklären.
Rayne schnaubt. „Es ist bloß ein geliehenes T-Shirt, Besserwisser. Aber im Prinzip, ja. In Nashua gibt es eine ganze Gruppe davon. Sie sehen aus wie Gothics, sind in Wirklichkeit aber Mitglieder eines uralten Vampirzirkels.“
„Du nimmst mich auf den Arm“, stöhne ich. „Warum sollte überhaupt jemand so tun, als sei er ein Vampir? Ich meine, warum ist das so cool? Trinken sie ständig gegenseitig ihr Blut, oder was?“
Rayne antwortet mit einem unverbindlichen Achselzucken, was nur sagt, dass sie diese Sache tatsächlich cool findet, ohne es mir gegenüber jemals zugeben zu wollen. Ich erwäge, sie aufzuziehen, komme dann jedoch zum Schluss, dass sie >>Leben-und-leben-lassen<<-Theorie schwesterlichen Verhaltens hier der beste Schlachtplan ist und lasse das Thema fallen. Schließlich muss ich den ganzen Abend mit ihr rumhängen. Wenn sie sauer auf mich ist, wird diese blöde Geschichte nur umso qualvoller.
„Okay, ich zieh das Beiß-mich-Shirt an“, sage ich, um sie zu beschwichtigen. „Wenigstens ist es nicht schwarz.“
Rayne wirft mir mit einem anerkennenden Grinsen das Tanktop zu. „Allerdings könnte das jemanden auf die Idee bringen, du wolltest damit sahen: >Sieht das nicht lecker aus? Komm, greif zu, heute ist Selbstbedienung! <“
„Uh!“ Daran habe ich natürlich noch nicht gedacht.
Aber bevor ich protestieren kann, sagt meine Schwester: „Keine Sorge. Die meisten Jungs da werden schwul sein, da bin ich mir sicher. Das sind die guten immer, vor allem in der Gothicszene. Man findet nicht viele Heterotypen, die Eyeliner tragen.“ Währenddessen hat sie bereits ihr T-Shirt gegen ein langes schwarzes Prinzessinenkleid getauscht, das mit einer Tonne Spitze verziert ist. Wo treibt sie dieses Zeug bloß auf? Sie schnaubt. „Also mein kleiner engelsgleicher Zwilling ich bin recht zuversichtlich, dass deine Tugend unversehrt bleiben wird, ganz gleich welches T-Shirt du anziehst.“
Jetzt fängt sie schon wieder an. Ich wusste, dass wir unmöglich ein ganzes Gespräch führen konnten ohne Raynes berüchtigten Seitenhieb à la >>Sunny, das Unschuldslamm<<. Meine Geliebte kleine Schwester hat letztes Jahr ihre Jungfräulichkeit verloren und gibt seitdem pausenlos damit an. Man sollte meinen, sie hätte eine olympische Sexmedaille gewonnen oder so was. Aber entschuldige mal. Sich im Ferienlager mit einem schmuddeligen Skatertypen nach draußen zu schleichen, um es auf dem Boden des Bootshauses zu treiben! Das ist jedenfalls nicht meine Vorstellung von einer erfüllenden ersten Erfahrung. Nenn mich ruhig mädchenhaft – ich möchte einfach, dass es bei mir beim ersten Mal Kerzen und Rosen gibt, nicht Holzsplitter und aufgeschürfte Knie. Jeder das Ihre, würde ich sage,
„Wie dem auch sei“, fährt Rayne fort, die mein Schweigen als Erlaubnis auffasst, mich weiter aufzuziehen, „du kannst versichert sein, dass deine Unschuld im Club Fang keinerlei Gefahr ausgesetzt sein wird.“
Obwohl ich es eigentlich gar nicht will, muss ich kichern. Sie klingt wie eine Verkäuferin. „Steht das in dem Flyer?“
„Absolut“, erklärt Rayne selbstbewusst. „Mit Geld-zurück-Garantie.“

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Club Fang – Teil 1

Der Club Fang erweist sich so ziemlich als das, was ich mir vorgestellt hatte, aber meine Erwartungen waren ja auch eher bescheidener Art gewesen. Die anderen Jugendlichen tragen ihr Schwarz wie eine Uniform, wiegen sich im Takt der Musik und vollführen einen Tanz, der mich stark an jemanden erinnert, der mit einem Fuß im Schlamm stecken geblieben ist. Langsam und bedächtig ziehen sie den Fuß heraus, mit dem Ergebnis, dass nun anscheinend der andere Fuß feststeckt und sie den ganzen Prozess noch einmal von Neuem wiederholen müssen.
„Schule!“, schreit mir Rayne ins Ihr.
„Hä?“ Was soll das heißen, >>Schule<<? OMG – hat sie jemanden von unserer High-School gesehen? Ich würde vor Scham im Boden versinken, wenn jemand, den ich kenne, mich hier in meinem gegenwärtigen Outfit sähe und sich das bis zu meiner Feldhockeymannschaft rumsprechen würde. Die würden mir bis an mein Lebensende, damit in den Ohren liegen. „Wer aus der Schule ist denn hier?“
„Nein, ich habe gesagt: >Es ist cool! <“, korrigiert Rayne mich. Oh. Puh. Nicht, dass ich ihrer Einschätzung zugestimmt hätte, wohlgemerkt aber zumindest brauche ich mich jetzt nicht hinter einem der lakengleichen Fenstervorhänge zu verstecken.
„Ich hole mir einen Drink.“, sagt Rayne und zeigt auf eine kleine, improvisierte Theke an der Wand. Im Gegensatz zu den Theken in richtigen Clubs bekommt man an dieser natürlich nur Limo. Pech gehabt. Nicht dass ich Alkoholikerin wäre, aber in diesem Fall hätte ein Bier vielleicht geholfen, den Schmerz zu dämpfen.
„Hol mir ein Red Bull“, antworte ich. Vielleicht wird eine Megadosis Koffein die Sache ja rausreißen. Rayne nickt und verschwindet im Nebel, den eine kleine Maschine auf der Bühne verbreitet.
Ich finde eine Mauer und mache einen auf Mauerblümchen, während ich mich frage, warum um alles in der Welt ich dieser Tortur zugestimmt habe. Wir sind erst seit fünf Minuten hier und ich habe jetzt schon mörderische Kopfschmerzen. Ganz zu schweigen davon, dass mir der Gestank der Massen einen starken Brechreiz verursacht. Mal im Ernst, würde es schaden, sich ein wenig Deo in die Achselhöhle zu sprühen, bevor man sich zu einer schweißtreibenden Aktion auf dem Tanzboden aufmacht?
Ich versuche, mir selbst gut zuzureden.
Okay, sie die Sache mal positiv, Sunny. Rayne hat schon viel für dich getan. Hör auf, so selbstsüchtig zu sein und mach einfach mit. Wer weiß, vielleicht wirst du ja sogar Spaß haben!
Ja, klar. Wer’s glaubt, wird selig. Ich werde bestenfalls so tun können, als amüsierte ich mich.
„Guten Abend.“ Oh nein. Ein Typ. Der mich anspricht. Ich dachte Rayne hätte gesagt, hier seien alle schwul. Ich hebe den Kopf, bereit auf mein Tanktop zu deuten, als mein Blick auf die umwerfendsten Augen fällt, sie ich in meinen sechszehn Jahren auf diesem Planteten gesehen habe. Sie haben buchstäblich die Farbe von Schokolade. Ich meine, ich habe in meinem Leben eine Menge brauner Augen gesehen, aber doch nichts Vergleichbares.
Und es kommt noch besser, die Augen gehören zu einem nicht minder erstaunlichen Gesicht. Ich mache eine schnelle Bestandsaufnahme: glatte Haut, hohe Wangenknochen, rußschwarze Wimpern. Kurze Locken, die schön verwuschelt sind. Ich stehe normalerweise nicht auf Locken; aber bei diesem Typen funktioniert es wirklich.
Und das Beste an allem, er macht anders als die anderen hier keinen auf Gothic; er trägt nicht einen einzigen Faden schwarz am Leib. Lediglich ein simples, enges weißes T-Shirt und eine Low-Rise-Jeans. Und Gott sei Dank auch keinen Eyeliner.
Ich checke die nähere Umgebung, fest davon überzeugt, dass der Typ mit jemand anderem als mir sprechen müsse. Mit irgendeinem Supermodel zu meiner Rechten vielleicht. Aber ich kann niemand in Reichweite entdecken. Hm…
„H…hi“, sage ich und es klingt furchtbar jung und schrill. Ich hasse meine Stimme. Ich klinge immer wie eine Zehnjährige. Rayne und ich sind eineiige Zwillinge, aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund, hat sie eine kehlige, erotische Stimme. Was jedoch vielleicht an ihrer Qualmerei liegt und sorry, aber wenn man die Wahl hat zwischen späterem Lungenkrebs und einer Quiekstimme, kannst du mich jederzeit Minni Maus nennen.
Statt zu antworten, streckt der Typ die Hand aus und drückt sie auf meine Wange. Seine Finger sind kühl, aber seine Berührung versenkt mir die Haut. Sein Blick gleitet über mein Gesicht und wandert dann über meinen Körper und plötzlich fühle ich mich nackt. Ich schaudere unwillkürlich und spüre, wie mir die Gänsehaut die Arme hochkriecht. Wow. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann mir das letzte Mal ein Typ Gänsehaut gemacht hat! Vielleicht noch nie.
Ich weiß, ich sollte fragen, warum so ein dahergelaufener Typ mich in einer Disco anspricht und sich offensichtlich nicht viel dabei denkt, mich so intim zu berühren, aber ich finde keine, um irgendwelche Einwände zu erheben.
„Ich bin Nick“, sagt er mit einer klaren, gefährlichen Stimme. „Ich glaube, du hast mich erwartet.“
Ich unterdrückte einen Seufzer. Verdammt, ich wusste doch, dass er das falsche Mädchen erwischt hatte. Wahrscheinlich hat er ein Blind Date und das Ganze ist bloß eine Verwechslung. (Obwohl mir unbegreiflich ist, warum ein Typ von seinem Kaliber ein Blind Date vereinbaren sollte.)
Einen Moment mal. Wen er sein Möchtegerndate nicht erkennt, welches Recht hat sie dann überhaupt auf ihn? Die beiden sind offensichtlich noch kein Paar, was ihn in meinen Augen zu Freiwild macht. Ich sehe mich um und überzeuge mich davon, dass keine verrückte, besitzergreifende Blind-Date-Tussi in der Nähe rumlungert, die nur darauf wartet, jedem die Augen auszukratzen, der auf ihrem Territorium wildert. Aber die Luft scheint rein zu sein.
„Hi, Nick“, sage ich und muss schreien, um die Musik zu übertönen. „Ich bin Sunny.“
Er legt den Kopf zur Seite und ein verwirrter Ausdruck tritt in seine Züge. Dann legt er einen Finger an sein Ohr und lächelte mich an. Ah. Ich kapier’s. Er kann mich in dem Lärm nicht hören. Gerade als ich im Begriff stehe, meine Vorstellung mit lauterer Stimme zu wiederholen, greift er nach meiner Hand und zieht mich zum Ausgang des Clubs hinüber.

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Ne Bescheidsag-Liste gibts natürlich auch wieder Wink

gglg Hallihallo Wink

Gast
Gast

echt toll!!!^^

echt tolle geschichte. ich bin gespannt, wie es weiter geht. könntest du mir bescheid sagen, wenn es weiter geht? das wäre toll!^^

Gast
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geilo

bohr richtig geil
könntest du mir bitte bescheid sagen wann es weiter geht

Gast
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ich hab den 3 oder vierten

ich hab den 3 oder vierten teil von der buchreihe gelesen ... Beiß Jane, beiß oda so Laughing out loud war nich schlecht

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Gehöre zu den ersten Fans von
Tayler Ross
next superstar !!!

http://www.myspace.com/taylerross

Erstes Album: 5€ + 2,50€ Porto
OUT NOW !!

Gast
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Die ist der Hammer

Die ist der Hammer Laughing out loud

—

S o u l m a t e <3 <3
100 Days with Mr Casanova

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