Zwischen hier und dort - Als sich alles

änderte


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1. Teil

Hallo, ich bin Mia Sunshine. Lebe in unserem schönen George Villy City und werde in genau zwei Stunden 18 Jahre alt. Doch nicht wie meisten freue ich mich schon darauf endlich frei zu sein, nein. Ich habe einfach Angst. Denn seit meinem 16. Geburtstag ist alles nicht mehr so wie es war. Manchmal denke ich echt, ich sollte zu einem Psychiater gehen, denn vielleicht drehe ich einfach nur durch oder bilde mir wie ein kleines Kind die ganzen Wesen,Gestalten und Magie ein, die in meinem Alltag seit 2 Jahren ununterbrochen vorkommen.

Wie immer riss mich mein Wecker aus meinen Gedanken raus und es hieß >> HAPPY BIRTHDAY MIA << , riefen meine Mum und meine kleine Schwester Lia. Sie waren wirklich süß doch auf Geburtstag hatte ich jetzt nun wirklich keine Lust. >> Danke << , sagte und lächelte um möglichst glücklich rüber zu kommen, damit sie sich ja keine Sorgen um mich machen würden. Mühevoll stand ich aus meinem Bett auf, putze meine Zähne, aß das liebevoll angerichtete Frühstück meiner Mum und beeilte mich damit ich meinen Bus nicht verpassen würde. Als ich in der Schule ankam, sah ich schon meinen Besten Kumpel Ben, grinsend auf mich zukommend. >> Na, Mia ? Happy Birthday ! Sieh mal was ich hier mit viel Mühe für dich gekauft habe << , sagte er selbstsicher und überreichte mir einen Schokoriegel. >> Wow Ben, du musstest dafür bestimmt sehr viel Zeit investieren << , >> Klar Mia, du kennst mich doch aber jetzt kommt das Highlight ! << , >> und das wäre? << , langsam wurde ich auch neugierig und musste immer mehr grinsen. >> Tja, das wüsstest du wohl gerne << , >> Jetzt sag schon ! << , >> Nicht so aggressiv junge Dame ! Heute Abend findet eine Überraschungsparty für dich statt, die ich mit deinen Eltern zusammen geplant habe << Na toll .. dachte ich mir schon … sofort verging mir das Grinsen und Ben verstand die Welt nicht mehr. Schweigend machten wir uns auf den Weg zum Musikraum, hier würde Herr Hengst wieder mit uns Lieder singen, die mich bestimmt wieder strahlen lassen würden. Ich liebte die Musik. Es war meine Leidenschaft zu singen, musizieren und tanzen. Als ich aus dem Fenster schaute gewitterte es, mal wieder passte das Wetter zu meiner Stimmung, das war auch einer der Dinge die mir täglich zu Bedenken gaben, dass etwas nicht stimmte. Auch wenn wir in Musik saßen und Herr Hengst wieder eine Schallplatte von Mozart auflegte, wünschte ich mir es wären doch Simple Plan und plötzlich ertönten die Lieder von Simple Plan, egal was ich mir im Kopf unbedingt wünschte, wurde plötzlich war. Ich konnte mit zwar kein Auto wünschen oder etwas in dieser Art, aber ich konnte Ding in etwas anderes „verwandeln“ lassen. Allein nur durch meine Vorstellungen.
Nun zu Musik zurück, wir sangen eines meiner Lieblingslieder und sofort stieg meine Laune wieder und wie befürchtet schien auch die Sonne wieder. Der ganze Tag verlief eigentlich wie immer, die Lehrer versuchten uns was beizubringen und ich zeichnete verschiedene Wesen, die natürlich seitdem 16.Geburtstag auf meinem Blatt lebendig wurden und mich damit unterhielten obwohl es mir mal wieder etwas Angst machte. Endlich kam die Erlösung, die Schulglocke läutete, ich stieg in den Bus ein und lief mit Ben nachhause. Er war nicht nur mein Bester Kumpel,sondern auch mein bester Nachbar, wir kannten und schon seitdem Kindergarten. >> Na dann, bis heute Abend Mia <<, zwinkerte er mir zu und war weg. Drinnen angekommen roch es schon nach meinem Lieblingsessen Garnelen mit Kartoffelbrei. >> Wir war dein Tag heute ? <<, wollte Dad wissen, >> ganz okey wie immer <<, sagte ich und aß das leckere Essen. >> Schmeckt es dir Schatz ? << , wollte Mum wissen. >> Ohja und wie ! Achja ich habe gehört es gibt heute Abend eine Party für mich ?? << , >> Es sollte eigentlich eine Überraschung werden, aber JA << , >> gut, ich geh nicht hin << , >> WAS?! Dir kann man es doch nie Recht machen << , meinte Dad. >> Man, dann geh ich eben hin und erinnere mich später an meinen schlimmsten Geburtstag aller Zeiten ! << , >> Du wirst bestimmt Spaß haben << , meinte Dad. Als ich fertig mit essen war, ging ich hoch in mein Zimmer, checkte meine Nachrichten in Facebook, natürlich hatten mir viele gratuliert und wollten zu meiner Party heute Abend kommen, was mir eigentlich egal war. Irgendwann schlief ich ein als ein heller Strahl mich weckte. Ich konnte erst nicht richtig sehen, es war zu hell. Als es aufhörte stellte ich fest , dass ich auf einmal ein Armband anhatte, ein sehr schönes, es war lila und hatte folgende Anhänger: Schneeflocke, Sonne, Tropfen, Blatt, Musiknote, Herz, Schlüssel und eine Art Zepter. Ich wusste nicht vorher das Armband plötzlich herkam, als ich versuchte es ausziehen,scheiterte ich, es schien mir so als ob es an mir angewachsen wäre. Da ich es schön fand, beschloss ich es einfach zu tragen. Dazu passend zog ich mir mein schönes, knielange Kleid , aus meinem Kleiderschrank heraus und das Outfit war perfekt für meine Party. Als ich nach unten ging schrien plötzlich alle >> Happy Birthday Mia ! << und es kam mir vor als ob die ganze Schule hier sei. Ich bedankte mich und tat so als ob ich überrascht wäre und verzog mich in die Küche, wo ich Chips und Cola in mich reinstopfte. Anscheinend vermisste mich niemand auf der Party und so machte ich es mir gemütlich in der Küche. Doch weil ich nicht wollte, dass die anderen einen falschen Eindruck von mir bekommen, ließ ich mich auf Tanzfläche blicken. Irgendwann guckten mich alle komisch an, ich wusste nicht wieso und blieb irgendwann stehen. Plötzlich fingen alle an zu lachen und einer den ich nicht kannte schrie aus der Menge heraus >> Ey, was soll deine Verkleidung? Wir haben kein Fasching ! << , dabei wusste nicht was er meinte, ich hatte doch ein ganz normales Kleid an. >> Ja nimm deine falschen Ohren ab und wieso bist du plötzlich so klein? <<, schrie wieder ein anderer. Langsam verstand ich gar nichts mehr, hatte ich vielleicht zu viel Cola getrunken ? Ich wusste doch, dass mir wieder was auf meinem Geburtstag komisches passieren wusste. Nur dieses Mal wusste ich nicht mal WAS. Irgendwie wurde mir schlecht, mein Bauch tat weh, ich konnte nur noch verschwommen sehen und versuchte mich irgendwie aus dem Haus zu bringen. Dabei hatte ich kein Alkohol getrunken. Draußen angekommen wurde mir plötzlich schwarz vor den Augen, das Einzige was ich noch wahr nahm, war ein funkelnder,heller Schweif der sich um mein Körper schlang, kleine Wesen mit Flügeln und eine davon kam mir bekannt vor doch weiter konnte ich nicht mehr denken. Ich schloss meine Augen mit Tränen und Ungewissheit.

2. Teil

Als ich meine Augen öffnete lag ich irgendwo in einem hellen Zimmer. Es war angenehm warm aber meine Knochen schmerzten, als hätte ich stundenlang auf irgendeiner Baustelle gearbeitet. Vorsichtig stand ich von dem Bett auf, auf dem ich lag und schaute mich um. Vor mir ein helles Zimmer, ein großer Kleiderschrank mit Spiegel, ein kleinerer Nachttisch und um mich herum diese erschreckende Stille, in der nicht mal ein leises Atmen zu hören war. Ich beschloss in den Spiegel zu schauen und mich überkam ein Schock, als ich diese Gestalt sah. Sie sah aus wie ich, nur war dieses Mädchen, dass ich da sah wie eine fremde, mir unbekannte Person deren Gestalt ich vor mir hatte. Die gleichen rotbraunen Haare wie ich, die selben bernsteinfarbenen Augen mit diesem Funkeln von Fröhlichkeit und doch ein anderes Mädchen... Ich war ziemlich geschrumpft. Ungefähr auf die Hälfte meiner normalen Größe. Als ich gerade weiter diese fremdartige Person, von der ich ausging dass ich es bin, ansehen wollte, ertönte von irgendwoher eine Stimme "Das kannst du nicht machen", in einem aufgeregten und dominanten Ton diskutierte irgendjemand in der Nähe außerhalb des Zimmers. "Es musste sein, wir haben schon viel zu lange darauf gewartet", eine andere weibliche Stimme protestierte. "Dann schau doch selber wie du das wieder hinbekommst", die andere war eine männliche, kräftige Stimme die vor Zorn bebte. Ich eilte zum Bett und legte mich hin wegen der Befürchtung eine der beiden Personen könnte ins Zimmer stürmen und nachsehen ob ich wach bin. Die Tür ging auf und ich schloss meine Augen um den Eindruck eines Schlafenden zu machen. "Das machst du nicht wirklich", die männliche Stimme flüsterte überzeugt. "Das werden wir dann wohl noch sehen was ich mache und was nicht. Außerdem hast du gesagt, dass wenn ich sie hole du mir hilfst." Ich wollte meine Augen öffnen, um zu sehen wer da ins Zimmer gekommen war aber irgendein Gefühl in mir riet mir davon ab. Plötzlich, ganz unerwartet fuhr mir eine warme Hand über den Kopf. >> Hey Mia, wach auf <<, schon wieder hörte ich diese weibliche Stimme. Diesmal war sie ganz ruhig und sanft. Langsam öffnete ich meine Augen. An meinem Bett saß eine Art Fabelwesen, sowie ich sie nur aus Geschichten kannte. Es war ein Mädchen. >> Eine Elfe! <<, ich erschreckte und ärgerte mich über mich selbst, weil ich es eigentlich nicht aussprechen wollte. Sie sah mich mit ihren großen blauen Augen an. Ihr braunes Haar ging ihr über die Schulter und sie war nicht viel größer als ich.>> Hab´ keine Angst. Ich bin Liz und das ist Jojo <<. Erst jetzt bemerkte ich den Jungen, der neben ihr stand. Er war auch eine Elfe. Große, dunkle funkelnde braune Augen und hellbraune Haare. Er sah ziemlich süß aus mit seiner Skaterfrisur und diesem >> Toll ich steh daneben und weiß nicht was ich sagen soll << Blick. Er sah einfach von mir zu ihr und wieder zurück, bis er anfing irgendwas in einer anderen Sprache zu ihr zu sagen, was ich nicht verstand. Doch sie ignorierte es einfach und wandte sich wieder mir zu. >> Wo bin ich denn hier? <<, brach es aus mir heraus. >> Am falschen Ort würde ich sagen<<, Jojo, wie sie ihn genannt hatte, wandte sich nun auch mir zu. >> Sei still, dich hat niemand gefragt <<, war die verärgerte Antwort von Liz. >> Beachte ihn einfach nicht <<, sie lächelte mich an ,>>Du bist hier in Fantaisia << >> Fantaisia? <<, ich fühlte mich wirklich fehl am Platz. >> Ja <<, antwortete sie, >> einem Ort fern der menschlichen Welt in der du aufgewachsen bist. Fantaisia ist ein Ort voll von Wesen, die du wahrscheinlich nur aus sogenannten Märchen kennst << Ich riss meine Augen weit auf >> Das ist nur ein dummer Scherz, oder? In Wirklichkeit schlafe ich gerade in meinem Bett. Ich habe wirklich zu viel Cola in mich reingestopft <<. Ich sah von ihr zu ihm. Sie sahen verwirrt aus. Ich schloss meine Augen und bedeckte mir das Gesicht mit den Händen. >> Das ist jetzt nicht wirklich wahr. Ich träume nur. Kann mich bitte mal jemand kneifen?<<, >>Das ist alles real <<, sie versuchte mich zu beruhigen. >> Ja, leider.Und ich hab dir doch gesagt es ist noch zu früh sie hierher zu holen <<, Jojo sah sie an. >> Was du gesagt hast. Wenn ich auf alles hören würde was DU sagst, dann wäre ich nicht ich, sondern eine ganz andere Person <<, sie sah verärgert aus.
>> Mach was du willst, aber eure Hoheit, sprich deine Eltern werden nicht gerade erfreut sein oder eher überrascht << , sagte Jojo. >> Sie wollten sie sowieso holen << , >> und wer sagt dass es JETZT sein musste? << , >> … nunja.. ICH … ich bin die Prinzessin und darf wohl meine Schwester sehen oder nicht?! << , moment habe ich richtig gehört...?...ihre Schwester....? >> Tschuldigung Prinzessin, aber ich bin dein Freund << , >> Ja bist du, aber du weißt doch bald … << , >> Ohja, wie konnte ich das nur vergessen, du musst ja einen Prinzen heiraten,schon klar, ich bin ja nur der Hofnarr hier <<, >> Nein ! Ich kann doch auch nichts dafür ! << … langsam hatte ich das Gefühl ich sollte beide zur Vernunft bringen. Obwohl ich mich nicht einmischen sollte aber ihre Schwester? Ich? Da liegt wohl ein Fehler? Sie ist eine Prinzessin? Wer sind diese Wesen und was wollen sie eigentlich von mir? Ich musste jetzt was sagen ! Sofort! >> Jetzt seid beide mal bitte still ! Ich will endlich wissen wo ich hier genau gelandet bin in diesem Fantaisia und was ihr von mir wollt,woher ihr mich kennt und ich bin garantiert nicht deine Schwester ! << , platzte mir alles wie ein Wasserfall aus dem Mund heraus. Beide schauten mich perplex an und Liz fing an zu erzählen. >> Nunja... ach weißt du was... das kann dir eigentlich unser Vater und unsere Mutter erklären <<, >> NEIN ! Ich will es jetzt wissen ! << , >> Mia ...<< . Plötzlich kam eine weitere Person in den Raum hinein. >> Guten Tag Prinzessin Liz... und Prinzessin Mia?? <<,sagte er überrascht. >> Ihre Hoheit erwartet sie bereits im Speisesaal << , >> Na dann viel Spaß Liz, jetzt geht es los. Ich gehe jetzt bis Morgen << , sagte Jojo zu Liz und gab ihr einen Kuss. Endlich wendete sich Liz wieder zu mir >> So kleine Schwester übrigens, ich bin wirklich deine Schwester, 20 Jahre alt, mein Element ist die Wärme, also die Sonne, hihi wäre hätte es gedacht wir sind ja hier auch im Sommer Bezirk... ja damit müssten vorerst deine Frage geklärt sein <<, eigentlich nicht dachte ich, sie ist also 2 Jahre älter als ich, anscheinend meine Schwester und wir sind hier im Sommer Bezirk, toll bringt mir echt viel. >> Aber ich kann deine Schwester nicht sein.. << ,doch weiter kam ich nicht denn sie zog mich bereits aus der Tür hinaus, mehrere Treppe hinunter und hielt dann in einem schönen dekorierten Raum an. Dies war wohl der sogenannte Speisesaal, es roch bereits sehr lecker und der Große, bedeckte Tisch erinnerte mich daran, dass ich Hunger hatte. Ich merkte nicht wie 2 Personen vor mir standen und mich begutachteten erst schockiert – überrascht und schließlich lächelten sie mich an. Aus Höflichkeit lächelte ich zurück und Liz brauch das Schweigen. >> Vater?... Mutter?... Sie ist hier...glaubt mir es war keine Absicht aber die Magie war bereits so stark ausgeprägt und sie fing an sich zu verwandeln, wie bereits schon erwartet an ihrem 18.Geburtstag << ok, anscheinend wusste sie doch viel über mich. >> Wissen wir Liz, wie wäre es wenn wir zuerst alle etwas essen, denn Mia ist bestimmt hungrig und dann unterhalten wir uns alle? <<, sagte die Frau, sie hatte die gleiche Haarfarbe wie ich, schulterlanges Haar wie Liz und die gleichen,blauen Augen wie sie. Der Mann jedoch hatte dunkle,schwarze Haare und die gleichen Augen wie ich. Nun wurde alles unheimlicher. Anscheinend sind das wirklich meine Eltern... NEIN ! Das kann nicht sein ! Soll das dann etwa heißen dass ich ihm echten Leben adoptiert wurde? Ich wollte weiter meinen Gedanken freien Lauf lassen,doch der Mann unterbrach mich. >> So sei es, begeben wir uns zu Tisch <<, dabei lächelte er mich liebevoll an, was mir sehr vertraut vorkam. Irgendwie kamen mir beide sehr bekannt vor. Doch ich wusste nicht woher und wieso. >> Das Essen schmeckt vorzüglich << , versuchte ich meine Dankbarkeit auszudrücken. >> Das freut uns Kindchen << , sagte die Frau. Weiter aßen wir in der Stille und keiner sagte ein Wort. Plötzlich kam ein kleiner,süßer Hund um die Ecke und sprang auf mein Schoss, erst erschreckte ich mich doch dann streichelte ich ihn. >> Erkennst du ihn wieder Schatz? <<, wollte der Mann wissen. >> Nein? Woher sollte ich denn? <<, >> Ohje, das wird Hundi gar nicht gefallen <<, meinte die Frau lachend. >> Hundi? Wer gibt denn einen Hund so einen einfallslosen Namen? << , >> Na du Mia << , sagte Liz und grinste. Jetzt verstand ich gar nichts mehr und alle konnten mich glaub verstehen, dass ich wohl ziemlich verwirrt sein musste. >> Marry, es ist glaub schlimmer als wir dachten, sie kann sich anscheinend wirklich an nichts mehr erinnern, wenn sie nicht mal ihren geliebten Hundi mehr wieder erkennt <<, sagte der Mann. Oke, anscheinend heißt diese Frau Marry, immerhin wusste ich jetzt etwas mehr als vor 5min und der Hund ist anscheinend AUCH mein Hund. >> Nun, wenn wir jetzt alle fertig mit essen sind, können ja dein Dad und ich mit dir reden << , meinte Marry. >> Mein Dad? Meine Mum? … Ich habe doch Eltern ! Ihr seid nicht meine Eltern ! <<, schrie ich .. obwohl ich mir inzwischen durch diese Ähnlichkeit mit beiden nicht mehr so sicher war, wer ich überhaupt bin. Liz verschwand, ich nahm Hundi und folgte meinen „Eltern“ in ein Zimmer voller Bücher, was mich wirklich zum staunen brachte, ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie soviele Bücher auf einem Haufen gesehen. Wir setzten uns auf eine Art Couch und Marry fing an zu reden. >> Nun, wir wussten, dass dieser Tag kommen wird. Wir sind deine leiblichen Eltern und bevor du fragst wieso du uns nicht kennst und so weiter wird dich dein Vater aufklären << , >> Also Mia... als du zur Welt kamst warst du unser Sonnenschein, wir waren so glücklich mit dir doch als du sechs Jahre alt wurdest brach hier im Sommer Bezirk Panik auf. Man wollte dich töten, denn in dieser Zeit haben sich alle vier Bezirke noch nicht gut miteinander verstanden. Wir wollten dich beschützen … und dann .. << , sagte „Dad“ >> Wieso wollten sie mich töten? Und was dann? << , fragte ich. >> In dieser Zeit wollten alle Bezirke dass die jeweiligen Herrscher des Bezirks, sowenig Kinder wie möglich haben um nicht mächtiger als die jeweiligen Bezirke zu sein. Also beschlossen wir dich in die Welt der Menschlichen zu bringen, dort würde dich keiner der Bezirke finden und du wärst in Sicherheit bis die Bezirke sich wieder miteinander vertragen. Wir gaben dich wirklich ungern weg, es war aber zu deiner Sicherheit, wir suchten ein Paar aus dass liebevoll sich um dich kümmern würde und beobachteten dich immer. Zwei Jahre später war es soweit, die Bezirke schlossen einen Vertrag, um Frieden in Fantaisia zu bringen, ab. Wir wollten dich wieder in deine Heimat, zu uns, zurück holen, doch merkten dass es dir sehr gut geht, du dich bereits an dein Umfeld, deine „Familie“ gewöhnt hast und wollten dich da nicht einfach rausreißen, vorallem warst du immer noch ein Kind. Doch sobald du 18 bist, würdest du dich ohne es aufhalten zu können in eine wie uns verwandeln, in eine Elfen Prinzessin des Bezirks Sommer. Genau wie bei allen anderen Elfen dieses Bezirks ist dein Element die Wärme, also die Sonne. Wir Elfen sind für den Sommer, Fruchtbarkeit der Böden und vieles mehr zuständig. Deine Mutter Marry und ich, dein Dad Stev, sind die Herrscher des Bezirks Sommer, wie gesagt und Liz ist deine Schwester. <<
Meine Schwester? Andere Eltern?, jetzt kam ich gar nicht mehr klar. Sommerfeen, Fabelwesen. Einfach alles. Wenn das alles wirklich wahr sein sollte, bin ich 18 Jahre lang von Menschen betrogen und belogen wurden, die sich 'Eltern' nannten. Von allen die um mich herum waren und wussten dass ich 'adoptiert' worden war. In mir brach eine halbe Welt zusammen. Nur nicht anmerken lassen, das wird schon wieder dachte ich. >> Und wieso habt ihr mich gerade jetzt wieder zurück in diese Welt geholt ? <<, fragte ich, den Blick auf die beiden gerichtet. >> Die Königreiche haben nun endgültig wieder Frieden geschlossen <<, er, mein Dad, lächelte. Ich sah ihn schief an und wusste nicht recht was ich ihm antworten sollte. >> Aber nicht nur deshalb... <<, er sah zu meiner 'neuen' Mum. >> Um ehrlich zu sein, bald stehen die erneuten Hochzeiten zwischen den Jahreszeitenelfen bevor <<, er senkte den Blick und fuhr mit fester
Stimme fort, >> und da du nun 18 bist und wir den Frieden im Land weiter bewahren wollen, kamen wir zu dem Entschluss, dass auch du daran teilnehmen solltest <<.
Na toll. Erst werde ich hierher geschleppt, wache mit unerträglichen Schmerzen in einer mir unbekannten Welt auf und dann erzählt man hier irgendwas über meine leiblichen Eltern und nun sagt man mir doch im ernst, dass ich ich hier 'Zwangsverheiratet' werden soll. >> Ich werde bestimmt niemanden hier heiraten und vor allem niemanden, den ich nicht kenne. Wer seid ihr eigentlich, dass ihr mir sagen könnt was ich zu tun und was ich zu lassen habe?!? <<, platzte es aus mir heraus. >> Was denkst du eigentlich wer du bist, dass du hier entscheiden kannst was du tust und was nicht ? <<, er hob seine Stimme an und sah wütend zu mir. Das fragte ich mich auch. Wo war ich nur hier gelandet? Irgendwo zwischen eigenartigen Personen, die anscheinend meinten sie könnten mit mir umgehen wie sie wollten. Ich war doch nicht irgendein Gegenstand, den man hin und her bewegen konnte wie es einem gerade recht war. Ich sah zu ihm dann zu ihr und wollte gerade alles loswerden, was ich mir gerade dachte außerdem dass sie nicht einfach so mit mir reden konnten wie es ihnen gerade passte. Doch plötzlich kam Jojo rein und sagte, dass Liz mich rufen ließ. Ich stand auf, bedankte mich für das Essen und folgte ihm aus dem großen Bibliothek artigen Zimmer. Als wir vor dem großen, steinernen Tür waren, machte er diese zu und ich fing an zu im zu folgen. >> Jojo? << , >> Ja? <<, >> 'Wieso hat Liz mich rufen lassen ? << , >> Hat sie nicht. << Wir waren schon in einiger Entfernung vom Zimmer weg. Dann blieb ich stehen. Ich hatte keine Lust mehr auf das alles. >> Komm mit <<, er drehte sich zu mir um. >> 'Und wieso sollte ich? Damit ich nur noch mehr Lügen zu hören bekomme? Wozu das alles ? <<, >> Ich werde versuchen es dir zu erklären <<, er erschien mir ruhiger als bei unserer ersten Begegnung im Zimmer. Mit seinen großen braunen Augen sah er mich an. Irgendwie eigenartig, dabei war er noch vorher so anders gewesen. >> Okay <<, sagte ich überraschend leise und folgte ihm weiter bis wir in ein Zimmer kamen, dass groß und hell war, ähnlich dem Zimmer in dem ich aufgewacht war. Liz saß an einem Schreibtisch und schrieb irgendwelche Notizen auf bunte Papiere. Er ging auf sie zu, drehte sie mit dem Stuhl zu ihm und mir und sah plötzlich wieder verärgert aus. >> Ich habe dir doch gesagt es war keine gute Idee <<, zischte er sie an. >> Was denn ? << , >> Erzähl ihr mal, was du soeben erfahren hast <<, er wandte sich zu mir. Super, es konnte ja nur noch besser werden. >> Und woher willst du das bitteschön wissen ? <<, fragte ich ihn überrascht, was er alles wusste. >> In diesem Königreich erfährt man so einiges <<, war die Antwort. Verwirrt starrte ich ihn an. Er wartete, bis ich was sagte, doch stattdessen entstand eine unangenehme Stille. >> Deine Eltern mussten ihr natürlich gleich von der Hochzeit erzählen <<, er wandte sich Liz zu, deren Augen sich weit öffneten. >> Verdammt, das hätte wirklich nicht sein müssen <<, nun sah sie zu mir, >> Ich wollte dir das in Ruhe erklären, stattdessen erfährst du es so. << Doch je mehr sie erzählten, desto mehr verwirrten sie mich. >> Das ist nur ein Traum <<, versuchte ich mich zu beruhigen. >> Ich wünschte es wäre einer, denn das wäre wirklich leichter für dich <<, sagte sie. Jojo sah sie an und sie wandte ihren Blick zu ihm, da fiel mir auf einmal ein, was sie geredet hatten, bevor sie mich 'unseren Eltern' vorstellte. Darüber, dass sie eine Prinzessin sei und er nur ein Hofnarr und der Kuss. >> Was ist eigentlich mit euch beiden ? <<, fragte ich vorsichtig. Nun sahen beide wieder zu mir. >> Wie meinst du das ? <<, fragte Jojo etwas überrascht. >> Ihr seid zusammen, obwohl sie eine Prinzessin ist und du ein Bediensteter. <<, >> Das ist nicht einfach <<, Liz sah zu Boden.
>> Na dann legt mal los, wenn ich schon hier bin will ich alles wissen <<, sagte ich. Liz fing an mir schluchzend alles zu erzählen >> Es ist schon eine Tradition seit Jahrtausenden, dass die Kinder der jeweiligen Herrscher, der 4 Bezirke also Winter, Frühling, Sommer und Herbst, per Los gezogen werden und somit einen Partner zugelost bekommen, den sie heiraten müssen. Somit kann man den Frieden zwischen den Bezirken beibehalten und sichern. Sobald sich jemand dagegen weigert, wird derjenige aus dem Bezirk verbannt und darf dieses nicht mehr betreten. Es gab schon öfters Ausnahmen, die aber nur mit einem ganz bestimmten Grund zu akzeptieren waren. Da du bestimmt schon erfahren hast, warum du nicht schon immer in Fantaisia gelebt hast ist dir bestimmt auch in den Sinn gekommen dass es während dieser Kriegszeit keine Hochzeiten gab. Somit kam alles wie es kam, Jojo und ich verliebten uns ineinander und es gab kein Problem. Unsere Eltern wissen jedoch immer noch nichts von uns, wir bemühen uns alles geheim zu halten. Doch da jetzt wieder Frieden zwischen den Bezirken herrscht und es auch weiterhin so bleiben soll, hat man wieder diese traditionelle Hochzeiten zum Leben erweckt. << Jojo schwieg und ich konnte deutlich sehen wie sehr es ihn bedrückte. Doch mehr als ein >> Oh. <<, bekam ich auch nicht raus. Ich fasste es nicht was Fantaisia hier für eine komische Gesetzgebung hatte um den Frieden aufrecht zu halten. Man konnte doch einfach alle Bezirke in Ruhe lassen, aber nein man musste ja alles komplizierter machen. Liz sammelte sich wieder und fing wieder an zu reden >> Naja jetzt weißt du alles, wie ist es so als Prinzessin? <<, lächelte sie mich an. >> Wie soll es denn sein ? Als Kind wollte ich immer eine sein. Doch jetzt wird mir alles zu viel. Kaum bin ich hier, erfahre ich immer mehr Sachen, die ich für nie möglich gehalten hätte. Außerdem schockieren sie mich von mal zu mal immer mehr <<, sagte ich und musste grinsen. Ich erinnerte mich an alte Zeiten, in der ich immer eine Prinzessin Party wollte mit vielen Prinzen. Doch das war mal. >> Als die Prinzessin vom Sommer Bezirk bist du zuständig alles für dein Volk zu tun, damit es in Sicherheit ist << , sagte Jojo. >> Toll. Als Prinzessin. Die paar Jahre seid ihr doch auch ohne mich gut ausgekommen << , zickte ich nun ein wenig rum. >> Da warst du noch ein Kind Mia ! <<, gaffte Liz. Jetzt wurde mir echt alles zuviel ! Ich wollte einfach nur noch weg! Weg ! Weg von diesem Ort, Land oder Welt. Fantaisia war nichts für mich. Ich rannte aus diesem Zimmer raus, unendlich lange Treppen hinunter und landete in einem Labyrinth. Doch das stellte ich zu spät fest. Irgendwie war es mir egal, aber da es bereits dunkel war, wurde mir es doch etwas zu gruselig hier. Wie sollte ich hier nur jemals wieder raus kommen ? Ich lief jeden Weg doch mir kam es vor als ob ich hier ständig im Kreis laufen würde. Irgendwann schlief ich vor lauter Müdigkeit ein.
So lag ich eine Weile da. Reglos eingeschlafen vor Müdigkeit. Ich schreckte auf als es anfing zu regnen und dicke, kalte Regentropfen meinen Körper streiften. Wo war ich hier nur gelandet? Der Regen entwickelte sich zu einem Platzregen und ich musste mich unter einen alten Baum stellen, dessen grüne Blattkrone ziemlich dicht war und nur wenige Tropfen durchließ. Mein Glück. Ich setzte mich unter den Baum und fing an zu überlegen. Was wusste ich bisher? Ich bin mit einer Lüge aufgewachsen, bin in Wahrheit eine Prinzessin in einer Welt die gar nicht existiert und soll mit einem mir unbekannten Prinzen von irgendeinem anderen Königreich zwangsverheiratet werden. Ich weiß nicht, wie lange ich so da saß und vor mich hin überlegte, als plötzlich von irgendwoher ein greller Schrei ertönte. >> Verschwinde <<, schrien mehrere aufgewühlte Männerstimmen, >> und lass dich hier nie wieder blicken. << Ich erschrak. Es kam irgendwoher außerhalb des Labyrinthes. Gerade als ich aufstehen wollte um den Stimmen zu folgen kam etwas auf mich zugerannt. Jedenfalls kam es in meine Richtung. Wer das wohl sein mag? Ich wollte gerade unter dem Baum hervorsehen, als mich jemand an der Hand packte und ich auf den harten, kalten Boden fiel. Ich wurde gegen den Boden gedrückt und spürte eine Hand, die mir den Mund zuhielt. >> Psst ! <<, zischte mir eine unbekannte aber angenehme Stimme zu, >> sei still. << Ich konnte mich gegen den Griff nicht wehren und es war zu dunkel um das Gesicht der Person zu erkennen. Dann zuckte ich zusammen, denn die Stimmen, die ich zuvor außerhalb des Labyrinthes gehört hatte waren nun ganz nah. >> Wo bist du ? <<, ertönten die rauen Stimmen voller Zorn, >> komm endlich raus aus deinem Versteck.<< >>Wehe du verrätst mich <<, flüsterte mir die Stimme in mein Ohr, >> du brauchst keine Angst zu haben. Komm einfach mit.<< Die unbekannte Person half mir auf, nahm mich bei der Hand und ging langsam noch weiter ins Labyrinth. Es war dunkel, sodass man nicht mal die eigene Hand vor dem Gesicht sehen konnte. Aber die Schritte waren zielsicher, als kenne die Person den Weg und wüsste genau wo sie mich hinführte.